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Eine immer wieder zu beobachtende Tendenz ist, dass sich frischgebackene Autoren, kurz nachdem sie ihre ersten fünfzig Seiten ihres vermeintlichen Bestsellers fertig haben, Gedanken darüber machen, wie denn nun das Manuskript aussehen soll. Immerhin möchten Sie ihren Bestseller ja an den Mann bzw. an den Verlag bringen. Eines vorneweg: Das Manuskript ist sehr wichtig. Entspricht ein eingereichtes Manuskript nicht größtenteils den Maßgaben, wandert es ungelesen in den Papierkorb. Ohne Wenn und Aber. Man könnte es testen. Schicken Sie ein ordentliches Manuskript und ein weniger ordentliches Manuskript mit dem gleichen Text zu einem Verlag. Was meinen Sie, auf welches Manuskript sie eine Antwort bekommen? Richtig. Auf keines. Der Test funktioniert nicht. Wir stehen hier der Tatsache gegenüber, dass Verlage mit Manuskripten überschwemmt werden. Im Durchschnitt erreichen einen Verlag drei bis vier unverlangt eingesendete Manuskripte täglich. Das kann kein Mensch bewältigen. Zumal er seiner eigentlichen Arbeit nachkommen muss. Denn das Lesen unverlangt eingesendeter Manuskripte ist eher eine Zusatzaufgabe, als der Hauptjob des Verantwortlichen. Die Zeiten, dass Verlage händeringend auf den erfolgreichen Roman warten, hat es vielleicht nie gegeben. Geschriebenes zu vermarkten ist harten Bedingungen unterworfen. Es werden nur Bücher verlegt, welche eine gewisse Erfolgschance haben. Dies erklärt auch, warum gerade deutsche Verlage ausländische Schriftsteller verlegen. Deren Erfolg war in den jeweiligen Ländern sichtbar. Kein Verlag will sich der Mühe unterziehen, einen jungen Nachwuchsautor heranzuziehen, mit ihm durch die Tiefen seiner Entwicklung zu gehen, um dann, wenn der Autor erfolgreich wurde, den Laufpass zu bekommen. Wie gesagt, Verlage sind den Gesetzen des Marktes unterworfen. Sie fragen, ob sie eine Chance haben, mit einem
Erstlingswerk verlegt zu werden? Die Antwort ist nein. Punkt. Irgendwann vielleicht einmal, wenn sie alle "Spielregeln" kennen, wenn Sie schreiben können und wenn Sie ein ordentliches Manuskript erstellen können. Technische Anforderungen:
Das entspricht einem Zeilenabstand 1 1/2 und den Seitenrändern:
Ordentliche Rechtschreibung und Grammatik, Schriftart schlicht und gebräuchlich. Seiten, wenn möglich gebunden, mindestens aber geheftet Ein Begleitschreiben, welches den Verlag anregt,
wenigstens die erste Seite zu lesen. Wussten Sie, dass bei unverlangt eingesandten
Manuskripten höchstens die ersten zwei drei Sätze gelesen werden. Anhand
dieses Eindruck fällt die Entscheidung, ob dieser Text etwas taugen könnte. Wie kann denn der Verlag nach der ersten Seite (wenn
Sie Glück hatten) entscheiden, ob der Roman gut ist? Er tut es. Er hat die Erfahrung. Er hat genug Bücher
liegen, von denen er weiß, dass sie gut sind. Er braucht ihr Manuskript
nicht. Vergessen Sie erst einmal das Manuskript. Zimmern
Sie einen guten Text. Die Seiten dieser HP können dabei vielleicht ein wenig helfen. |
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