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  Die folgenden Hinweise sind eher für Leute gedacht, welche sich gerade erst seit kurzem, (seit heute ?) mit dem Schreiben beschäftigen. Vielleicht sind Sie gerade in dem Moment, in dem sie hier reinschauten, zu der Erkenntnis gekommen, dass das Schreiben etwas für Sie wäre.

Wir haben da zwei Grundproblematiken

  • Schreiben kann jeder

 

  • Schreiben ist mehr als Handwerk

Für alles brauchen Sie einen Nachweis zur Qualifizierung. Ob für das Autofahren die Fahrerlaubnis oder fürs E-Schweißen den Schweißerpass.

Kein Architekt darf ohne Abschluss Brücken entwerfen, kein Zahnarzt ohne Studium im Mund anderer Leute bohren.

In diesen genannten Fällen ist das auch gut so. Denn immerhin läge hier bei unsachgemäßer Ausführung dieser Tätigkeiten eine Gefährdung anderer vor. Und es ist auch gut, dass in diesen Bereichen eine fundierte Ausbildung gefordert ist.

Doch wie sieht es in anderen Bereichen aus, den kreativen, den künstlerischen?

Designer, Maler, Musiker. Für all diese Kunstrichtungen gibt es Ausbildungen, teilweise sogar Studienrichtungen. Sicher gibt es auch Ausnahmen, aber es ist allgemein anerkannt, dass man in diesen Kunstrichtungen eine solide Basis braucht, wenn man etwas erreichen will.
Beim Schreiben dagegen reicht es scheinbar, schreiben zu können. Also das Alphabet zu beherrschen, ein wenig Grammatik und auch die Bedeutung der meisten Worte. Und das, obwohl auch in der Literatur das Ergebnis genau so zählt, wie in der Malerei oder in der Musik.

Es liegt an den Grundmitteln. Die meisten, selbst sehr von sich eingenommene, Menschen können schnell abschätzen, wie es mit ihren Malkünsten bestellt ist, wie sehr sich das Abbild vom Original unterscheidet. Mal ein Pferd und du weist, ob du malen kannst.

In der Musik ist es ähnlich. Entweder du kannst einzelne Noten harmonisch zueinander fügen, oder es wird einfach nur Katzenjammer.

Nicht so beim Schreiben. Ein Thema, ein paar Buchstaben und Worte, Rechtschreibprüfung darüber und fertig.

Oma und Tante und Mutti und Freundin sind entzückt ob dieses Talentes. Der Erfolg liegt augenscheinlich auf der Hand. Der Junge ist begabt. Er kann schreiben.

Selbstverständlich kann er es nicht. Das Problem liegt bei den Lesern: Sie können nicht lesen. Oder aber die Gefühle für den vermeintlichen Künstler unterdrücken jegliche Art von Kritikfähigkeit.

Schreiben ist wie musizieren oder malen. Es ist Kunst und es muss erlernt werden. Ein gewisses Talent vorausgesetzt. Je weniger Talent, desto härter muss der Lernende ackern.

Wie ist eine gute Geschichte gemacht. Unterscheiden wir jetzt nicht zwischen Kurzgeschichten, Novellen oder einem Roman. Lassen Sie uns in der Folge nur von Texten reden.

Was macht einen guten Text aus. Der Stoff?

    Ja.

Aber nur bedingt. Lassen Sie zwei Leute kurz über ein identisches Erlebnis berichten. Sie werden merken, dass es mehr Spaß macht, dem einen zuzuhören als dem anderen Erzähler. Es ist das wie des Erzählen und eben das wie des Aufschreiben des Stoffes. Hier stehen Fragen, wie Spannungsbogen, Einleitung, Führen des Geschehens an dem Faden der Ereignisse. Eher technische Details, welches man ohne weiteres lernen kann. Den Baukasten für einen guten Text.
Ein weiterer Aspekt ist die Sprache. Zum einen, wie versteht es der Autor mit den Worten Bilder zu malen, Stimmungen zu transportieren, Worte zu verwenden, die dem Leser das Gelesene denken lässt, vielleicht sogar erleben. Sprache steht aber auch für das Vermögen, die Bedeutung der Worte zu kennen und Worte immer sorgsam und in ihren vorgesehenen Kontext zu verwenden. Unter der Rubrik Stilblüten entsteht eine Sammlung von Formulierungen, welche auf den zweiten Blick zeigen, was falsch verwendete Worte sagen können.

Sprache heißt aber auch, immer nur das Notwendigste zu sagen, und nicht notwendiges nicht zu sagen. Überflüssiges vermeiden und sogar wichtiges nicht zu sagen, es zu vermitteln. Ein guter Autor schreibt nicht, dass eine Figur Angst hat. Er beschreibt die Situation, das Denke, das Handeln und lässt den Leser spüren, das der Hled Angst hat.

Dieses Gebrauchen der Sprache im Sinne von gut schreiben ist schwer, wenn überhaupt zu erlernen. Es ist das Stück Begabung, Inspiration, Seele des Textes, Literatur.

Diese genannten Elemente guter Texte sollten nicht so getrennt betrachtet werden. Sie stehen in einer Einheit, in einer Wechselwirkung.
Wenn man vor einem schönen Bild steht und fasziniert ist, weiß man eines nur sicher, dass dieses Bild Klasse ist. Welche Regeln beachtet wurden, interessiert nicht. Genauso bei einem guten Text. Man legt das Buch zur Seite und sagt sich, dass es prima war. Man hat das Buch erlebt. Nur dann haben alle Elemente des guten Textes ineinander gegriffen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Ein sehr weiter.

Die Grundlage des guten Textes ist eine saubere klare Sprache. Dieses Fundament ist durchaus mit einem für ein Haus vergleichbar. Steht das Fundament, hat der Text gute Chancen, nicht wackelig zu werden. Was nützt das beste Konzept zur Prämisse einer Geschichte, zu Moral, beste Einführung der Protagonisten, eine perfekte Kulisse für die Handlung, wenn der Leser nach jedem zweiten Schritt nachdenken muss, was denn nun dieser Satz sagen wollte. Oder aber bei jedem zweiten Satz in schallendes Gelächter ausbricht, weil der Autor unfreiwillig Komik erzeugt hat, durch ungeschickte Formulierungen. Das Benutzen einer sauberen Sprache kann man erlernen. Durch Schreiben. Immer wieder Schreiben und immer wieder das Geschriebene korrigieren lassen. (Nicht von Oma oder Tantchen.)

Gute Schreibübungen sind Kurzgeschichten. Die Kurzgeschichte schärft den Blick auf das wesentliche im Text. Kurzgeschichten müssen mit Notwendigem auskommen. In der Kurzgeschichte hat der Autor keine Zeit, sich in Phrasen zu ergehen oder die Möglichkeit, Zusammenhänge durch Palavern herzustellen. Kurz und präzise. Dieser scheinbare Nachteil der Kurzgeschichte ist ihre Stärke in Betracht auf den Lerneffekt.

Beherrscht man die Sprache,

- von Beherrschen kann man sprechen, wenn der Autor, ohne über die Sätze und Worte nachdenken zu müssen, wenn es aus ihm "fliest" -

werden die anderen Elemente folgen. Es ist wie mit dem Fußballspielen. Solange sich der Spieler auf die Ballführung konzentrieren muss, solange wird er nicht seine Mitspieler sehen, wird die Gesamtsituation auf dem Spielfeld nicht überblicken, wird kein herausragender Spieler sein können.

Wer, wenn nicht Tante oder Freundin, sollen einschätzen können, ob ein Text gut ist.

Zum einen gibt es im Internet zahllose Gruppen, welche sich mit dem Schreiben beschäftigen, die ihre Texte gegenseitig kritisieren und gemeinsam den Prozess des Erlernen des Schreibens gehen.

Dann gibt es Newsgroups, in welchen weniger miteinander als "aufeinander" über das Schreiben debattiert wird. Die Nennenswerte ist: de.etc.schreiben.prosa

Letzendlich könnt ihr eine Leseprobe hier einsenden: webmaster@schreibrun.de

Hinweis:

Dieser Text wird nicht kommentiert. Er wird nur überprüft, ob er gut ist. In diesem Fall veröffentlichen wir ihn auszugsweise oder komplett unter Leseproben.
Erscheint der Text nicht unter Leseproben, war er nicht gut.
Und Schluss.

 

Und wieder eine Bitte in eigener Sache: Nur für den Fall, dass Sie Lottospieler sind und neben den Lottozahlen auch die Lottoquoten wissen wollen, wie wäre es dann mit den Gewinnquoten der Woche auf http://www.dielottozahlen.de/lottoquoten.html Hier finden Sie alle Lottoquoeten, die aktuellen Quoten aber auch die der vergangenen Ziehungen. Und zu aller letzt gibt es noch ein Lottoquoten-Statistik. Einfach mal vorbei schauen, wenn Sie die Lottoquoten benötigen.

   
Bei Bedarf Mail an: webmaster@schreibrun.de